Im UNESCO Geo- und Naturpark Bergstrasse-Odenwald.

Wenn man heute vom Fischbachtal spricht meint man in erster Linie das Gebiet der heutigen Gemeinde Fischbachtal – das ist korrekt. Man könnte aber auch den Begriff etwas weiter fassen und ihn unabhängig von der Gemeinde Fischbachtal definieren. Tut man dies, kann man das Fischbachtal in das „obere“ und „untere“ Fischbachtal aufteilen.

Das „obere“ Fischbachtal ist in dieser Betrachtung in etwa identisch mit der Fläche der heutigen Gemeinde Fischbachtal welches gegen das „untere“ vom Riegel des sogenannten „Gaßnersberg“ bei Niedernhausen abgegrenzt wird. Unterhalb des genannten „Gaßnersberg“ bis zur Stadt Groß-Bieberau darf man das „untere“ Fischbachtal annehmen – gänzlich unbewohnt von Menschen. In der Regel ist auf dieser Homepage die Begrifflichkeit Fischbachtal mit dem Gebiet der Gemeinde Fischbachtal gleichzusetzen.

Einstmalig waren beide Gebiete enger verknüpft. So erhielt das damalige Bieberau seine Stadtrechte nur in Zusammenhang mit Lichtenberg im Jahre 1312 verliehen. Bieberau bzw. Groß-Bieberau war demnach der Marktort des kleinen regional bedeutenden Städtchens Lichtenberg. Dies geschah wohl aufgrund seiner besseren Lage und seiner grösseren Ackerflächen zur Versorgung der Bevölkerung.

Aber auch innerhalb der Grenzen der heutigen Gemeinde Fischbachtal gab es bis zur Gründung der Gemeinde verschiedene Gemeindezugehörigkeiten. Steinau gar gehörte zur Gemarkung von Neunkirchen. Erst durch den Grenzänderungs- und Auseinandersetzungsvertrag vom 11. Dezember 1971 entstand aus den bisherigen Orten Niedernhausen, Lichtenberg mit Obernhausen – Hütte Kernbach und Hof Hottenbach, Billings, Steinau, Meßbach und Nonrod die heutige Gemeinde Fischbachtal.

Am Anfang gab es hierbei durchaus Tendenzen zumindest Teile der beteiligten Ortschaften zur Stadt Groß-Bieberau zu gliedern. Diese Variante war jedoch bei den betroffenen Bürgern nicht sonderlich beliebt und schließlich entstand die heutige Gemeinde Fischbachtal.

Das Gebiet der Gemeinde Fischbachtal erstreckt sich über den größten Teil des „oberen“ Fischbachtal mit einer flächenhaften Ausdehnung von ca. 1300 ha. Die bestehenden Ortsteile sind nicht nur wirtschaftlich und kulturell eng miteinander verbunden, sondern weisen auch in ihrer Geschichte viele Gemeinsamkeiten auf.

Überhaupt findet der geschichtlich Interessierte im Fischbachtal viele Spuren der Vergangenheit welche auch zum Überlegen und Hinterfragen einladen dürfen.

Namensgeber der Gemeinde ist im Übrigen der Fischbach – wie sollte es anders sein. Früher trug er unter anderem auch den Namen Uhlbach oder Ahlem. Der Fischbach entspringt allerdings nicht auf dem Gebiet des Fischbachtals, sondern in der Gemeinde Modautal, oberhalb von Lützelbach in Richtung Neunkirchen, im Wald bei den Heckenwiesen.

Im Modautal befindet sich auch, mit der Neunkirchner Höhe, die höchste Erhebung von Südhessen und der zweithöchste Berg des Odenwaldes. Das Massiv der Neunkirchner Höhe bildet mit seiner Höhe von 605 Metern quasi die Krone des Fischbachtals welches zu seinen Füssen und Hängen sich ausbreitet. Höchste Erhebung des Fischbachtals ist der Rimdidim mit einer Höhe von annähernd 500 Metern, er trug einstmals den Titel höchste Erhebung im Landkreis Dieburg.

Die Schönheit der Natur im Tal lockte schon seit vielen Jahrzehnten zahlreiche Besucher und „Sommerfrischler“ in die Umgebung. Wandern und Genießen – dazu lädt die Natur des Fischbachtals seine Gäste gerne ein. Wer es kulturell mag besucht vielleicht das stolze Renaissance – Schloss Lichtenberg mit seinem Heimatmuseum und der viel beachteten Zinnfigurenschaustellung. Für die Kunstfreunde seien auch noch die jährlich stattfindenden Schlosskonzerte oder die alljährlichen Sommergalerien erwähnt.

Für den historisch interessierten Besucher bietet sich auch eine Wanderung auf die sogenannte „Heuneburg“ an. Diese ehemalige keltische Fliehburg befindet sich auf dem Höhenrücken der Altscheuer nahe Lichtenberg und stellt ein besonderes Bodendenkmal in der näheren Umgebung dar.

Durch seine Lage im kristallinen Odenwald finden sich in den Wäldern des Fischbachtals zahlreiche imposante Felsspiele, welche die Besucher zur Erkundung einladen. Die bekanntesten tragen Namen wie „Zindenauer Schlösschen“, „Spitzer Stein“, „Gagernstein“ oder „Rimdidim“. Hier bietet sich dem Interessierten ein Einblick in die geologische Geschichte unserer Region an.

Die Schönheit seiner Landschaft kombiniert das Fischbachtal mit kurzen Wegen in die weite Welt. Die nächste mittlere Grossstadt, Darmstadt, ist mit dem PKW oder den vorhandenen öffentlichen Verkehrsmitteln innerhalb einer Stunde zu erreichen. Frankfurt mit seinem Flugplatz als „Tor zur Welt“ liegt in Sichtweite von den Fischbachtalern Höhenzügen und ist ebenso gut zu erreichen.

Aber kommen Sie doch einfach vorbei und genießen Sie die Natur.

"Eine Landschaft zum verlieben!"

Einfach schön!

Das Tal und die Dörfer.
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